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Living in a Farm in Isan

Deutscher Text siehe unten!

Living in a Farm in Isan
My family and I live on a farm on the outskirts of a larger village, 20 kilometers south of the university town of Khon Kaen and eight kilometers off one of Thailand‘s four main arteries, National Highway 2.
Our farm covers approximately 18,000 square meters. We cultivate our own rice – without the use of chemicals – and harvest our own bananas, papayas, mangos and more and of course enjoy the beautiful nature that surrounds us.

Leben auf einer Farm im Isan
Meine Familie und ich leben auf einer Farm am Ortsrand eines größeren Dorfes, 20 Kilometer südlich der Universitätsstadt Khon Kaen und acht Kilometer abseits einer der vier Hauptverkehrsadern Thailands, dem National Highway 2. 
Unsere Farm umfasst ca. 18.000 Quadratmeter. Wir bauen unseren eigenen Reis an – ohne Chemie-Einsatz –, ernten unsere eigenen Bananen, Papayas, Mangos und mehr und genießen natürlich die herrliche Natur, die uns umgibt.

 

Hinterindien – Low erzählt Geschichten aus Südostasien

Low + Roy
Rolf Brunner (Low, links) im Gespräch mit Rolf Dettmar (Roy, TIP-Gründer)
Foto: TIP-Archiv, Juni 2015

„Meine Zukunft wurde bereits 1957 von Spezialisten nach einem Unfall auf sechs Wochen befristet. Ich lernte, arbeitete, reiste um die halbe Welt, heiratete, baute ein Haus, pflanzte Bäume, zeugte Kinder und wurde als Letztes vom Schicksal nach Thailand torpediert. Was machte ich hier? Ähnliche Sinnlosigkeiten wie zuvor.“

 

Veröffentlicht am 31. Juli 2018

Liebe Leser-innen, liebe Freunde,

es war keine bösartige Absicht, meine Tastaturen ohne Voranmeldung auf Müllhalden zu werfen. Eines unangenehmen Morgens erwachte ich und konnte Hände und Hilfsmittel kaum noch gebrauchen. Das war das durch mein Schicksal ausgelöste Ende von Hinterindien. Geschichten im Kopf gibt es noch. Die Verarbeitung arbeitet leider nicht mehr. So unfair habe ich mir meine Zukunft nie ausgemalt.

Meine Tätigkeiten wurden in den letzten Wochen sehr eingeschränkt. Melonen schneiden ist unmöglich. Die Spezialistin hört ihr Smartphone nicht. Mails erstellen dauert Stunden. Einfacher ist Radiohören. Ich spezialisierte mich auf Staumeldungen vom Gotthard. Zwischen den Meldungen ertönen je nach Wetter Werke von J. S. Bach und Söhnen, G. Bizet und Wynton Marsalis.

Danke an meine Begleiter, Helfer-innen und besonders der Familie in Leuk. Ich wünsche allen Menschen angenehmere Wege zu ihren Bestimmungsorten.

Aus Hinterindien, Low

 

smiley Low schreibt wieder! smiley

 

Veröffentlicht am 8. Juli 2019

Exkursion ins Jammertal des Schmerzgebirges

Die Fürsten- und Innen sämtlicher Weltreligionen im Jenseits wollten mich nicht. Sekten der Minoritäten zeigten kein Interesse an Gammelfleisch. Zu Hause verbrachte ich eine unangenehme Leidenszeit wie in billigen Romanen – bis Dezember.

Seit Januar belege ich ein Bett im Bangkok Hospital in Chiang Mai. Ich machte vier interessante Ausflüge in den Operationssaal. Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden mit meinem Gesundheitszustand. Wahrscheinlich müsste ich „Red Bull“ trinken, um mir endlich Flügel zu verleihen. Für wirksamere Aktionen fehlt mir die Kraft. Der Respekt vor verstorbenen Freunden, meinem Bruder und dem Astrophysiker Stephen Hawking gebietet Rücksicht.

Zum Tippen sind meine Finger immer noch nicht geeignet. Aber das Fingerfon schenkte mir die Gnade der Spracheingabe.

 

Veröffentlicht am 12. Juli 2019

Vom Scheitel bis zur Sohle ist dem Alten nicht mehr wohle

Meine Großmutter war ein biologisches Wunder. Sie verfügte über mehrere Därme. Dünndarm, Kutteln, Blinddarm, Dickdarm. Auf ihre Gesundheit angesprochen, antwortete sie: Ich habe es mit den Därmen.

Mein Verdauungsschlauch ist fast in Ordnung. Aber es gibt gute Gründe zum Jammern.

In beiden Augen hatte ich einen Katarakt, Star. Ein Auge wurde operiert. Essen und Trinken sind gestört. Erbsen oder Suppen können nicht problemlos zum Mund geführt werden. Flaschen und Getränkedosen kann ich nicht öffnen.

Für alle Fälle, vor allem wenn sich meine Köchin verspätet, habe ich einen Notvorrat. Bestandteile sind getrocknete Mangos, Biskuit und Schokolade. Bei der Toblerone konnte ich mit meinen Händen keine Zacken abbrechen. Ich versuchte es mit dem Mund. Eins zu null für Tobler. Ein Stockzahn überlebte die Übung nicht.

Arme und Hände sind zudem überempfindlich auf Berührung. Die Finger sind schlecht kontrollierbar. Die Hände lassen sich nicht zu Fäusten ballen. Pinkeln geht nur durch Katheterisieren. Der Stuhlgang wird mit Einläufen ausgelöst. Die Beine sind seit 1957 gelähmt.

Nur wenige Meter lege ich gegenwärtig mit dem Rollstuhl zurück. Vier Dekubitus-Geschwüre bereichern das Hiersein. Zwei brachte ich mit, zwecks ärztlicher Kunst mit dem Messer. Die Zusätzlichen waren Geschenke des Hauses.

Positiv:

Kein Grund zur Beanstandung geben der Haarwuchs und das Wachstum der Fingernägel, weil ich mit Vitamin D vollgestopft werde. Wegen der Überempfindlichkeit ist Nägel schneiden schmerzhaft hohoho qualvoll. Der Geschmackssinn ist gut, denn ich kann Wein von Essig unterscheiden. Die Ohren wurden durch lautstarke, ausdauernde Plapperorgien des Pflegepersonals nicht beschädigt.

Nur mein Geldbeutel hat Durchfall oder Schwindsucht. Er ist dauernd leer.

Erschienen in der TIP-Ausgabe 2019-8

Mehr von Low: www.hinterindien.com

Der Autor Low lebt im Ruhestand in der Nähe von Chiang Mai. Seine Erlebnisse in Thailand sind in seinem Buch „Erlebnisse eines Besserwissers in Thailand“ erschienen und für 250 Baht beim TIP erhältlich.

 

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