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Die Bangkoker Skytrain

Schnelles Vorankommen ist mit der Hochbahn garantiert. – Foto: Pixabay

Die Bangkoker Skytrain oder Hochbahn wird von Einheimischen BTS genannt. Das ist die Abkürzung des Namens der Betreiberfirma, Bangkok Transit System. Die Hochbahn ist genauso allgegenwärtig und beliebt wie gutes Streetfood.

Das Unternehmen BTS hat von der Bangkoker Stadtverwaltung (BMA) die Konzession zum Betrieb erhalten. Gerade wird über eine Verlängerung dieser Konzession um 40 Jahre verhandelt.

Das Hochbahnsystem besteht aus 43 Stationen auf zwei Linien: der Sukhumvit-Linie, die in nördlicher und östlicher Richtung verläuft und in Mo Chit und Kheha endet, und der Silom-Linie, die die Silom und Sathon Road, das zentrale Geschäftsviertel von Bangkok, mit Endstationen am Nationalstadion und in Bang Wa verbindet.

Es gibt auch eine spezielle Verbindung zum Flughafen Suvarnabhumi, den sogenannten Airport Link. Betreiberin ist hier allerdings die staatseigene Eisenbahngesellschaft SRT über eine Tochtergesellschaft. Bald soll auch eine Strecke zum Flughafen Don Mueang führen.

Neben der Hochbahn gehören zum Bangkoker Nahverkehrssystem auch die U-Bahn und die Hochgeschwindigkeits-Nahverkehrsbahn. Auf diesem Gebiet hat sich in den letzten zehn Jahren enorm viel getan.

Es sollte auf jeden Fall erwähnt werden, dass es zwischen einem Waggon der Hochbahn und dem Bahnhof einen Temperaturunterschied von zehn Grad geben kann. Sind draußen 35 Grad Celsius, kann es in einem Waggon 25 Grad oder weniger sein. Manche Fahrgäste empfinden das als angenehm, anderen läuft es während der Fahrt eiskalt den Rücken hinunter.

Die Hochbahn wurde am 5. Dezember 1999 von Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn eröffnet. Die Bangkoker mieden in den ersten Jahren die Hochbahn wie die Pest, akzeptierten schließlich ihre „BTS“ langsam, aber sicher. Heute ist die Hochbahn ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs und aus Bangkok nicht wegzudenken. Die Zahl der Fahrgäste steigt von Jahr zu Jahr. Die Hochbahn verfügt über eine Flotte von 52 Vierwagenzügen.

Zehn Dinge sollte man vor der Fahrt mit der Hochbahn wissen.

Niemand liest Zeitungen oder Zeitschriften, wirklich niemand!

Die Zukunft des Marketings steht beim Fahren mit der Hochbahn im Mittelpunkt. Niemand liest mehr Zeitungen oder Zeitschriften, und es wird geschätzt, dass etwa 85 Prozent der Passagiere während einer BTS-Fahrt mindestens einmal auf ihr Smartphone schauen. Die Waggons sind mit Marketingbotschaften versehen, man kann das auch Reklame nennen. Diese Werbung läuft auf vielen Bildschirmen im Wageninneren, aber auch auf den Stationen. Es gibt für die Fahrgäste kein Entrinnen. Die 663.000 Fahrgäste täglich wissen nach einer Fahrt jedenfalls ganz genau, wofür sie ihr Gehalt am besten ausgeben sollten.

Bis 2013 verdienten die Nahverkehrsmittel mit Werbung mehr als mit dem Fahrkartenverkauf.

Der One Day Pass

Zumindest für Touristen, die nicht so viele Tage in Bangkok verbringen, ist eine Tageskarte die beste Lösung. Das lohnt sich schon, wenn man an einem Tag zwei unterschiedliche Orte besuchen will. Nur falls die Ziele weniger als fünf Stationen voneinander entfernt liegen, sollte man einen Einzelfahrschein lösen. Mit der Tageskarte spart man eine Menge Zeit, besonders in Stoßzeiten, wenn die Warteschlangen vor den Fahrkartenschaltern immer länger werden und für Frustration sorgen können.

Einzelfahrkarten kann man an Automaten erhalten. Hier muss man sich aber auskennen und viel Kleingeld in der Tasche haben. Auf jeder Hochbahnstation gibt es hilfsbereite Mitarbeiter, die die Fragen von Touristen und verwirrten Auswanderern kennen, die mit dem System nicht vertraut sind. Man kann bei diesen Mitarbeitern auch Tageskarten erwerben.

Außerdem (und das kann sich jederzeit ändern) gibt es derzeit keine Seniorenkarte oder Ermäßigung für die Hochbahn, obwohl es sehr wohl eine Ermäßigung bei U-Bahn-Fahrten für Leute über 60 Jahre gibt.

Vorsicht bei den automatischen Toren

Die automatischen Tore hinter den Fahrkartenschaltern öffnen und schließen sich schnell! Sobald man also die Fahrkarte eingelegt hat oder die Tageskarte scannen ließ, schwingen diese Tore auf. Sie knallen nur wenige Sekunden später wieder zu. Wenn man genau zu diesem Zeitpunkt nicht schnell genug durchs Tor gegangen ist, verpasst man diese Chance. Dann bleibt der Rucksack oder vielleicht sogar ein Kleidungsstück hängen.

Keine Durian!

Thais lieben die Stinkfrucht, aber nicht die Betreiber der Hoch- und U-Bahn. Fahrgäste sollten nichts, das eine Geruchsbelästigung auslöst, in den Waggon mitnehmen. Vorher also duschen! An vielen Stationen führt Sicherheitspersonal Taschenkontrollen durch. Es scheint, das Personal erkennt eine Durian sehr viel schneller als irgendwelche Waffen.

Erst aussteigen lassen

Leute, die in einer Großstadt leben, sollten diese Regel kennen. Dennoch gibt es merkwürdigerweise immer noch Personen, die nach dem Hereinfahren einer Hoch- oder U-Bahn den Waggon stürmen, ohne die Leute erst einmal aussteigen zu lassen. Zeit spielt hier eher keine Rolle, alle dürfen einsteigen, bevor nach einem Alarm die Türen geschlossen werden.

Rechts und links

Man soll sich rechts halten, wenn man auf der Rolltreppe stehen möchte und sich links halten, wenn man diese hinauf- oder hinuntergehen möchte. Falls man auf der falschen Seite stehen bleibt, kann man versichert sein, einen freundlichen Stupser zu bekommen.

Stoßzeiten vermeiden

Wenn man keine Menschenmassen mag, sollte man die Hochbahn morgens zwischen 7 und 9 Uhr und nachmittags und abends zwischen 17 und 19 Uhr meiden. Es ist die Hölle.

Man sollte sich im Klaren sein, dass zu diesen Zeiten zehn Millionen Menschen versuchen, von einem Teil Bangkoks in einen anderen zu gelangen. Es kommt vor, dass man einige Züge fahren lassen muss, bevor man selbst einsteigen kann. Es ist unglaublich voll. Besonders an einem heißen April-Tag kann es „viel“ Spaß machen, wenn man mit Tausenden Bangkokern auf dem Bahnsteig steht und auf den nächsten Zug wartet. So ein Erlebnis wird man nicht so schnell vergessen.

Erster und letzter Zug

Man sollte sich bezüglich der Fahrpläne soweit sachkundig machen, dass man weiß, wann der erste und letzte Zug fährt.

Die erste Hochbahn fährt von den Bahnhöfen Mo Chit und Bearing um 5.15 Uhr ab und der letzte Zug verlässt den Bahnhof um Mitternacht. Auf der Silom-Linie fahren die Züge ab 5.30 Uhr bis Mitternacht.

Die U-Bahn verkehrt täglich von sechs bis 24.00 Uhr. Man sollte beachten, dass die Tore zum Bahnhof ca. zehn Minuten vor dem Eintreffen des letzten Zuges geschlossen werden.

Keine Toiletten

Es gibt weder auf den Bahnhöfen der Hoch- und U-Bahn noch in den Zügen selbst Toiletten. Wer dingend muss: Glücklicherweise gibt es an den Stationen in der Regel viele Einkaufszentren, sodass man dort schnell auf die Toilette gehen kann.

Hoch- und U-Bahn sind vielleicht die schnellste Art, sich in Bangkok fortzubewegen, doch der Toilettenbesuch sollte dann entsprechend eingeplant werden, wenn das Fahrtziel weit entfernt ist.

Keine Verwechslung mit K-Pop

Noch ein abschließender Hinweis: Wenn man BTS in eine Suchmaschine eingibt, bekommt man Millionen Treffer zu Einträgen über RM, Suga, J-Hope, Jimin, Jin, V und Jungkook – den sieben Mitgliedern der südkoreanischen Popgruppe BTS. Das ist die Abkürzung für „Bangtan Sonyeondan“, das bedeutet übersetzt „Kugelsichere Pfadfinder“. Wenn man also Treffer für die Gruppe mit diesem interessanten Namen vermeiden will, sollte man „BTS Bangkok“ in die Suchmaschine eingeben.

Übersetzung eines englischsprachigen Artikels aus thaivisa.
Erschienen in der TIP-Ausgabe 2020-1.
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